Entwurf: Peter Weinhardt, Dipl.-Ing. freier ArchitektI www.institut-harmonie-logik-geist.one I www.freigeist.tips Synchrone Raumzeit: 11. Auflage I Tübingen am 07.07.2026 I ISBN 978 - 3 - 912503 - 95 -1
In der Zeit,inderGegenwart:In der Gegenwart tickt einealteanaloge Uhr mit einemschwingendenPendel aus vergangener Zeit, fortlaufend, fortschreitend, tick-tack, tick-tack - und eshört nichtauf, dieses Geräusch durchdringtmich bis ins Mark und Bein: „Ich werde alt!“ Chronologisch, unaufhaltsam schreitet die Zeit voran… vor dieser Zeit fliehen wir.„IchhabekeineZeit!“,ichwillLebenunderarbeiteesmirundgönneesmir.Voneinemzum nächstenTerminbinichoftnurnochgehetztundgetrieben.UnddenAugenblickinderZeit, es ist die Gelegenheit, die ich „im Hier und Jetzt“ allzu leicht übersehe…"Alle Bücherdieser Welt -bringen Dir kein Glück. Doch sie weisen dich geheim in dich selbst zurück. Dortist alles,was du brauchst;Sonne, Sterne und Mond, denn das Licht, wonach Du fragst,in Dir selbstwohnt."In einemAugenblickderZeitvernahmichdiesesZitatan einerBetonwand gesprüht inLindauamBodensee.IchließmichdurchdieStadttreiben,undmeinSelbstwollteandieser Betonwandstehenbleiben:„…denndasLicht,wonachichfrage,kommtinmeinemSelbst zutage.“Ich-Selbst.WasfüreinegenialeKombinationinderdeutschenSprache:Mein„Ich“ binich,wieichmicherdenkeundeinigermaßenlogisch,strukturiertlenke.„Ichdenke,darum binich“,einzentralerSatzdesPhilosophenRenéDescartes(1596-1650).ImGesprächmit einerHypnotherapeutinhabeichjedocherfahren,dasszu95%unserUnterbewusstsein unsereEntscheidungenfällt,ohnedenEinflussunseresDenkens.Vielesläuftauchaus GewohnheitundRoutineab.Nurzu5%lebenwirundentscheidenwirausderrational, bewusstenEntscheidungheraus.Nurzu5%denkeichundbinichimSinnevonDescartes verankert im Leben.Wasistdieses Selbstin mir?WirbildenimHierundJetzteinenZustandab,derseineGeschichtehat.AlsMensch speichernwir in unserem Unterbewusstseinunsere Geschichteund alleInformationenab, dieunserLebenbetreffen.AuchwennwiroftdieDingenichtmehrwissen,sindsie unterbewusstvorhanden.DieHypnotherapeutinführteimGesprächweiteraus,dassunser UnterbewusstseinkeineZeitkenntundvonZeitnichtabhängigist.UmeinenMenschenvon einemTraumazubefreien,kannichmitihmauchindieZukunftgehen,ohneseine Vergangenheitanzusehen.AlsBeispielnanntesieeineKlientin,dienochin physiotherapeutischerAusbildungwarundinzweiTagenihrePrüfungablegenmusste.Sie berichteteihramTelefon,dasssieeineLernblockadehatundihreBüchernochungeöffnet daliegen. Was tun?Vergangenheitsbewältigung? Keine Chance, die Zeit läuft… in zwei Tagen ist Prüfung.
S y n c h r o n eE W I G K EI Tim Takt unserer Zeit
SynchroneE W IG K E ITim Takt unserer Zeit ?
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Entwurf: Peter Weinhardt, Dipl.-Ing. freier ArchitektI www.institut-harmonie-logik-geist.one I www.freigeist.tips Synchrone Raumzeit: 11. Auflage I Tübingen am 07.07.2026 I ISBN 978 - 3 - 912503 - 95 -1
Als die Klientinbei ihr war, ginges nicht umdie Analyse ihrer Probleme und die Erzählung ihrerGeschichte, die zur Lernblockade führte.Die Zeitwar dafür nicht gegeben. Die Vergangenheit war tabu.DieTherapeutinfragtedieKlientin,wassiesichwünschtundwiesieessichvorstellt,umdie anstehendePrüfunginzweiTagenzubewältigen.„WaswünschenSiesich?“„Wiemöchten SieinIhrePrüfunggehen,wennSiedenPrüfungsraumbetreten?“„MitwelcherNotesindSie zufrieden?“etc.DieFragenwarenklarformuliertundihre Antwortenwareneinfachdazu:„Ich möchteruhigindiePrüfunggehen,michsicherfühlen…etc.“undmiteiner3alsNoteinder Prüfung wäre sie absolut zufrieden.DadieKlientin ihre Ausbildung absolvierthat,istdas nötigeWissenzurPrüfung auchin ihremUnterbewusstenda,nurderZugangzudiesemWissenistvonderkognitivenEbene des „Ich“ zum unbewussten „Selbst“ wohl traumatisiert und blockiert.AlsdieHypnotherapeutindurchihreWortedieKlientinineineEntspannungbrachte,ineine Ruhephaseleitete,diedeninnerenStresslevelreduzierte,fanddieKlientindennatürlichen ZugangzudentieferenEbenenihresSeins.EigentlicheinnormalerZustandder EntspannungundtiefereninnerenKontemplation,wieichesanmirselbstaucherfahren habe.EinWachbewusstseinintieferEntspannungundKontemplation.Ansichnichts Besonderes. Nur dieTherapeutinbehandeltin diesemkontemplativenZustanddasSelbst als eine eigenständige Person und spricht es auch als eigenständiges Wesen an.SiefragtdasSelbstderKlientinab,obesmöglichist,dasssieruhigundgelassenindie Prüfunggehenkannundmit einemvereinbarten Fingerzeig nach obenoderunten gab sie der TherapeutineinJaoderNeinzu Antwort.Sprechenwardabeinichterwünscht,denndies durchbrichtdieruhendeKraft.DiekognitivenVorstellungenunddieWünschedes„Ichs“ wurdennunkontemplativmitdem„Selbst“abgefragtund„synchronisiert“,obdieseauchin der Vorstellung vom Ich zum Selbst realistisch sind.DasErgebnisihrerkontemplativenSitzungwarein„Ja“,einFingerzeignachoben,inallenFragen.Nachzwei TagenverliefdiePrüfungderPhysiotherapeutinruhig,wiegewünschtwar ihre Endnote eine 3. Es gab auch keine weiteren Sitzungen mehr mit der Klientin.
Wie seheich diesesSelbstin mir?Auseigener Erfahrung,dasswir in unserem„Ich“ nicht verhaftet sind,sondern dass ein größeres Du in uns ruht, das durch die Transzendenz,also durch die Vermittlung unserer Seele durchGedanken,GefühleundinnerenBilder,sicheinnochgrößeresBild,ineinemnochgrößeren Geistsichinunsoffenbart,gibtmirzudenken.Wasmacheichdaraus?Wiesiehtunser Weltbild aus? Welche Konsequenz ziehe ich daraus?Mein„Ich“wirdzumWahrnehmerundBeobachter,zumZuhörer,zumbewusstenZeugeder Bilder,GedankenundGefühlemeinesSelbst.DieRealitätvergrößertsichselbstvoninnen nachaußen,wieauchvonaußennachinnenimsynchronenWechselspieldesinneren Dialoges.UnddasBesteist:DasDuinmir-sprichtmitmirundgehtinReaktioninmir, unmittelbar. Ein Selbstgespräch wird zu einem Dialog mit dem Universum.